Das Kihon im Karate kann formal als die Grundschule bezeichnet werden. Somit bildet das Kihon in seiner Art die Basis, die Grundlage für jeden Karateka. Kihon ist, neben dem Kumite und der Kata, eine der drei Säulen im Karate, wobei Kata und Kumite auf das Kihon aufbauen. Will man eines davon oder Karate erlernen, wird man um die Grundschule, das Kihon, nicht herum kommen. 

ki - Kraft

hon - Wurzel


Das Kihon, vom Training ausgesehen, besteht aus zahlreichen Techniken, wie Arm (jap.: ude-waza)- und Beintechniken (keri-waza), und Technikkombinationen. Desweiteren wird in Abwehr- (uke) und Angriffstechniken, wie zum Beispiel den Fauststoß (zuki) u.a., unterteilt. Geübt werden die Techniken am Anfang aus dem normalen Stand, bei dem die Füße hüftbreit gerade nach vorne zeigen (in shizen-tai, Name der Stellung heiko-dachi) oder aus der jeweiligen Stellung innerhalb einer Bewegung. Besonderen Wert wird auf einen korrekten Stand und einer korrekten Atmung gelegt. Die Bedeutungen der einzelnen Schriftzeichen ki und hon machen deutlich, dass der Bereich des Kihons der wichtigste im Karate ist und somit die Grundlage und Basis für jeden Karateka bildet.


 

Vielen, die sich entschlossen haben, das Karate zu erlernen, wird am Anfang eine "komische" Geste mit dem dementsprechenden "komischen" Wort begegnen. Gemeint ist Oss, jenes Wort, welches man auch auf unseren Seiten wiederfindet. Denn alle Karatekas begrüßen sich untereinander mit dem kleinen japanischen Wort Oss, welches aber nicht nur zur Begrüßung verwendet wird. Auch hierbei finden wir wieder unzählige Bedeutungen, was sich nicht allein in ein deutsches Wort oder deutschen Satz packen lässt. Im Training erweist man mit dem Wort Oss zusammen mit einer Verbeugung dem Gegner Respekt, aber man teilt ihm auch sein Vertrauen mit. Das Wort kann auch als "ich habe verstanden" oder "danke" verwenden werden. Im Japanischen wird Oss mit zwei Schriftzeichen beschrieben.
 

oss
 

rei
 

Das erste Zeichen (OSU) bedeutet nach vorne streben, drücken, steht somit für den inneren Kampfgeist.

Das zweite Zeichen (Shinobu) drückt das Erdulden und das Leiden aus. Es steht dafür, den Mut und den Willen aufzubauen, einer gewissen Situation standzuhalten, auch wenn es sich als äußerst schwierig darstellt.

Rei wird in vielen Situationen eines Karateka angewandt und benutzt. Der Gruß REI besteht normalerweise aus einer Verbeugung und dem Grußwort Oss. Diese Verbeugung wird zu Beginn und zum Ende eines Trainings, beim Betreten und Verlassen des Dojos, aber auch nach jeder Übung verwendet. Rei bedeutet soviel wie grüßen, aber auch verbeugen und Höflichkeit, jedoch kann man die Bedeutung nicht auf ein deutsches Wort festlegen. Ableiten kann man Rei von den japanischen Wörtern "Keirei", was für die deutschen Wörter verbeugen und grüßen und "Reigi", das für Höflichkeit und Etikette steht.

Wie schon erwähnt hat Rei viele Bedeutungen, dessen sich ein lernender Karateka bewusst sein muss. Er muss diese Bedeutungen verstehen und  sich dementsprechend verhalten. Eine Bedeutung zum Beispiel ist das Erlernen oder das Verstärken des gegenseitigen Respekts zu seinen Mitmenschen.
 

Diese Fassung ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt aus dem Shotokan Karate DO. Ausführlicher wird das des Karate auf den von mir empfohlenen Karate Seiten behandelt.