Karate bedeutet mir heutzutage sehr viel und hat dementsprechend auch einen hohen Stellenwert in meinem Leben. Seit 1994 betreibe ich nun diese fernöstliche Kampfsportart und sie macht mir jetzt noch genauso viel Spaß  wie zu Beginn oder sogar ein bisschen mehr.  Auch wenn ich - durch mein Studium - momentan eher wenig Zeit dafür habe.

Angefangen habe ich mit 11 Jahren beim damals einzigen Karateverein in Schwerin (Karate Verein Tokugawa Schwerin). In dieser Zeit wollte ich irgendeinen Sport machen, mir war es egal, was für eine Art, Hauptsache ich konnte mich bewegen und somit auch fit halten. Durch einen Klassenkameraden, der damals schon seit 2 Jahren Karate machte, kam ich zusammen mit 4 weiteren Freunden dann zu einem Probetraining beim Tokugawa Schwerin.

Anfangs war ich etwas enttäuscht, weil es doch nicht so war, wie ich es aus Filmen, wie Karate Kid o.ä., her kannte, aber mit der Zeit "arrangierte" ich mich damit. Aus dem 5er Gespann wurde innerhalb der ersten 2 Monate ein Duo, welches sich aber nach einem Jahr dann auch auflöste und ich somit nur noch alleine zum Training ging.

Nach etwa einem halben Jahr machte ich dann meine erste Prüfung bei Tokugawa, die zum 9. Kyu und bestand diese auch. Man sagt immer, die erste und letzte Prüfung seien die schwierigsten. Das kann ich bestätigen, da ich eigentlich nicht so richtig wusste, wie so eine Prüfung ablaufen sollte. Wir hatten zwar Vorprüfungen, bei denen wir unseren Trainer von unserem Können überzeugen mussten, aber die eigentliche Prüfung war doch etwas ganz anderes.  Ich war dabei einer der wenigen, die 6mal bei meinem Trainer zur Vorprüfung antreten mussten. Letztendlich habe ich meine Prüfung zum 9. Kyu bestanden. Nach und nach machte ich dann alle meine Gurtprüfungen, aber immer mit einem ordentlichen Zeitabstand zum trainieren.

Die Braungurtprüfung (3. Kyu) 1999 war dann für eine etwas längere Zeit meine letzte Prüfung, da ich mich zusehends auf die Schule und 2002 dann auf mein Abitur konzentrierte. In dieser Zeit ging auch eher selten zum Training, aber kurz vor dem Abitur im Mai 2002 packte mich mal wieder der Ehrgeiz, so dass ich dann kurz hinter einander meine beiden letzten Schülergradprüfungen abgelegt habe. Ein weiteres Jahr trainierte ich dann noch, um 2004 - genau 10 Jahre nachdem ich angefangen habe - meine Danprüfung bei Sensei Abe (8. Dan) zu machen. Eine reine Technikprüfung und eine wirkliche Belastungsprobe für meine Kondition.

1997 wechselte ich dann den Verein und ging von Tokugawa Schwerin  zur Sport- und Karateschule EDO, bei der ich bis 2004 regelmäßig trainierte und sogar 1 1/2 Jahre lang als Trainer tätig war. Als Höhepunkt organisierten 4 Karatekas (Martin Bader, Anja Ziller, Enrico Thormann, Iris Beierlein) und ich zusammen die Deutsche Meisterschaft 2004 des Shotokan Karate Verbandes.

2006 löste sich dann die Sport - und Karateschule EDO auf, so dass wir uns eine neue Lösung einfallen lassen mussten. Ilja Smorguner wurde seit etwa einem Jahr durch den Verein Dynamo Schwerin gefördert, so dass uns da eine Möglichkeit gegeben war. Wir mussten also keinen neuen Verein gründen, sondern machten einfach eine Sektion Karate in der Sportgemeinschaft auf, in der ich zur Zeit auch regelmäßig Training gebe!

Ende 2006 mussten wir dann erneut den Vereinwechseln, weil sich innerhalb der Sektion Fronten gebildet hatten. So kamen wir nach kurzer erfolgreicher Suche beim SV Einheit Schwerin unter. Wir gründeten eine Shotokan Karate Abteilung, das Karate Dojo RONIN Schwerin. Seit dem bieten wir innerhalb des Vereins traditionelles Karate in Schwerin an. Ich hoffe, dass diese Abteilung länger Bestand hat als alles andere zuvor.

Mit diesem Text haben Sie nun einen kleinen Überblick über meinen Werdegang innerhalb des Karate in Schwerin. Ich wechselte oft den Verein und kam über Tokugawa letztendlich zu RONIN Schwerin.

weitere Informationen dazu unter: www.RONIN-Schwerin.de